Unterstützungsmassnahmen Kulturschaffende

Copyright: Abteilung Kultur Basel-Stadt / Moritz Schermbach

 

In der Kultur ist der Anteil von Kulturschaffenden, die selbständig erwerbend oder freischaffend sind, und dadurch weder von Kurzarbeit erfasst werden noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert sind, hoch. Kulturschaffende können Erwerbsersatzentschädigung beantragen sowie zusätzlich Nothilfe. Als temporäre Massnahme richtet der Kanton Basel-Stadt zudem Taggelder zur Existenzsicherung aus. Kulturschaffende können sich ausserdem an Transformationsprojekten beteiligen. 

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Corona-Erwerbsersatzentschädigung für Selbständige

Selbständigerwerbende, die wegen behördlicher Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus Erwerbsausfälle erleiden, können bei ihrer Ausgleichskasse einen Antrag auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung stellen, sofern für diese Zeit nicht bereits eine andersweitige Entschädigung oder Versicherungsleistung ausgerichtet wird. Dafür ist die Ausgleichskasse zuständig, bei welcher Sie Ihre AHV-Beiträge bezahlen. Auf der Webseite der Ausgleichskasse Basel-Stadt finden Sie die Kontaktdaten der Ausgleichkassen sowie weitere Informationen. 

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Nothilfe zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten

Kulturschaffende, die aufgrund der Erwerbsaufälle wegen der staatlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, können zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten zudem Nothilfen erhalten, soweit dies nicht über die Entschädigung für Erwerbsausfall sichergestellt ist. Diese Soforthilfe ist für Personen vorgesehen, die hauptberuflich im Kultursektor arbeiten und ihren Wohnsitz in der Schweiz haben. Dabei ist es nicht relevant, ob die kulturschaffende Person selbständig erwerbend, angestellt oder freischaffend ist. Zuständig für die Nothilfen ist Suisseculture Sociale.

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Taggelder zur Existenzsicherung von Kulturschaffenden

Der Regierungsrat hat am 9. Februar 2021 entschieden, für Kulturschaffende im Kanton Basel-Stadt für die Monate November 2020 bis April 2021 Taggelder zur Existenzsicherung auszurichten und die «Covid-19-Verordnung Kulturschaffende» erlassen. Beitragsberechtigt sind selbständigerwerbende und freischaffende Kulturschaffende, die hauptberuflich im Kulturbereich tätig sind. Die Taggelder werden ergänzend zu anderen Einkommen und Ersatzeinkommen ausgerichtet. Der Regierungsrat hat diese Unterstützungsmassnahme am 12. Mai 2021 verlängert und erteilt den Kulturschaffenden für die Periode vom Mai bis Ende August 2021 die Wahlmöglichkeit: Sie können entweder gemäss Bundesregelung Ausfallentschädigung für abgesagte oder verschobene Veranstaltungen und Projekte beantragen, oder gemäss kantonaler Regelung Taggelder zur Existenzsicherung in Anspruch nehmen. Nehmen sie Taggelder in Anspruch, so steht neu für die Beitragsdauer von Mai bis August 2021 ein Freibetrag von CHF 1000 pro Monat zur Verfügung. Die Verlängerung der kantonalen Taggelder für die Monate Mai bis August 2021 steht unter dem Vorbehalt der Äufnung des Krisenfonds durch den grossen Rat.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung das Merkblatt Taggelder zur Existenzsicherung von Kulturschaffenden.

Fristen

Gesuche um Taggelder zur Existenzsicherung für den Zeitraum November bis Ende April können bis 31. Mai 2021 eingereicht werden. Gesuche für den Zeitraum Mai bis August 2021 können voraussichtlich ab Ende Juni eingereicht werden.

Online Formular Kulturschaffende

Vorlage Schlussrechnung Existenzsicherungsbeitrag

Merkblatt Taggelder für Kulturschaffende

Covid-19-Verordnung Kulturschaffende

Entschädigungen für Ausfälle gemäss Bundesregelung können im Kanton Basel-Stadt für diese Periode ausschliesslich von Kulturunternehmen beantragt werden. Diese können die Honorarausfälle der Kulturschaffenden in ihre Anträge einbeziehen und erstatten. Sollten die Taggelder gemäss «Basler Modell» zu Ihrer Existenzsicherung nicht ausreichen, so können Sie zudem einen Antrag gemäss Härtefallregelung an Suisseculture Sociale stellen.

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Unterstützungsbeiträge an Transformationsprojekte

Neu können auch Beiträge an Transformationsprojekte gesprochen werden. Damit werden Projekte unterstützt, mit denen Kulturunternehmen (rechtliche Person wie eine GmbH oder ein Verein) eine Anpassung an die durch die Corona-Pandemie veränderten Verhältnisse bezwecken und mit denen sie eine strukturelle Neuausrichtung oder nachhaltige Publikumsgewinnung erreichen wollen. Auch Kulturschaffende können sich an Transformationsprojekten beteiligen. Hierfür können auch neue Trägerschaften gegründet werden.

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