Unterstützungsmassnahmen Kulturunternehmen

Copyright: Abteilung Kultur Basel-Stadt / Moritz Schermbach

Die Corona-Unterstützungsmassnahmen sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Kulturunternehmen abfedern. Ziel ist es, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten. 

Kulturunternehmen können die gleichen Unterstützungsmassnahmen in Anspruch nehmen, die anderen Betrieben zur Verfügung stehen. Dazu gehört Kurzarbeit. Detaillierte Informationen zu den Regelungen für Unternehmen im Kanton Basel-Stadt finden Sie hier.

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Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen

Kulturunternehmen können in Basel-Stadt nicht-rückzahlbare Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen. Die Finanzhilfen federn den finanziellen Schaden ab, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge staatlicher Massnahmen oder aus Gründen der negativen Nachwirkung solcher Massnahmen entstanden ist.

Antragsberechtigt sind Kulturunternehmen, die in den Bereichen darstellende Künste, Musik, Design, Film, Visuelle Kunst und Literatur tätig sind sowie Museen mit Sitz in Basel-Stadt. Um als Kulturunternehmen zu gelten, müssen sie mindestens 50 Prozent ihres Jahresumsatzes im Kulturbereich erwirtschaften. Im Einklang mit anderen Kantonen hat der Regierungsrat den Geltungsbereich ausgeweitet auf Musiklabels, das Verlegen von literarischen Werken sowie Ertragsausfälle aus abgesagten Vermittlungsveranstaltungen von Kunstgalerien, Buchhandlungen und Bibliotheken.

Die Bemessung des Schadens erfolgt nach einem gesamtschweizerisch angewandten Modell. Der Schaden wird anhand der entgangenen Einnahmen und der nicht angefallenen Kosten berechnet. Anschliessend werden die bereits in Anspruch genommenen Entschädigungen wie Kurzarbeit abgezogen. Der verbleibende Schaden kann zu maximal 80 Prozent abgegolten werden. Für den Zeitraum ab Januar 2022 gilt ein Höchstbeitrag von 2’000'000 Franken pro Kulturunternehmen. Für die Gesuchstellenden bedeutet dies, dass für das Erreichen der Höchstgrenze für das Jahr 2022 nur Ausfallentschädigungen für Schadenzeiträume im Jahr 2022 angerechnet werden.

Der Kanton Basel-Stadt empfiehlt, dass entgangene Gagen für vereinbarte Engagements direkt von den Kulturschaffenden als Schaden geltend gemacht werden (via Taggelder oder Ausfallentschädigung für Kulturschaffende). In jedem Fall ist die Absprache zwischen Kulturunternehmen und Kulturakteuren erforderlich.

Eine «freiwillige» Betriebsschliessung kann ausnahmsweise entschädigt werden, wenn eine reduzierte Betriebsöffnung selbst unter Ausschöpfung von Sparmöglichkeiten einen höheren finanziellen Schaden verursachen würde als eine Betriebsschliessung. In diesem Fall kommen die Gesuchstellenden mit einer Betriebsschliessung ihrer Schadenminderungspflicht nach. Sie haben den höheren Schaden einer reduzierten Betriebsöffnung nachvollziehbar und gut begründet aufzuzeigen. Soweit möglich sind teilweise Öffnungen anzustreben. Die Entschädigung einer freiwilligen Betriebsschliessung stellt die letztmögliche Option dar, die nur zur Anwendung kommt, wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Bitte lesen Sie vor einer Gesuchseinreichung das Merkblatt Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen. Dieses finden Sie auf der rechten Seite der Homepage. Es ist für die Geltendmachung des Schadens und für die Beurteilung des Gesuchs verbindlich.

Onlineformular Ausfallentschädigung Kulturunternehmen

Bitte beachten Sie, dass das Gesuch zwingend über das Onlineformular einzureichen ist. Auf dem Postweg oder per E-Mail eingegangene Gesuche werden nicht akzeptiert.

Achtung: Eine Zwischenspeicherung des Formulars ist leider nicht möglich. Bereiten Sie daher alle einzureichenden Unterlagen vor und speichern Sie diese an einem separaten Platz auf Ihrem Gerät. Um die Dateien korrekt hochzuladen, müssen Sie alle Dateien auf einmal auswählen und hochladen. Die maximale Grösse aller Dateien zusammen beträgt 18 MB. 

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Fristen

Es gelten die folgenden Eingabefristen:

  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2022 sind bis spätestens am 31. Mai 2022 einzureichen. Das Gesuchportal ist vom 02. Mai bis 31. Mai 2022 geöffnet.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. Mai bis 30. Juni 2022 sind bis spätestens am 31. Juli 2022 einzureichen. Das Gesuchportal öffnet für diese Gesuche Anfang Juli 2022.

Kulturunternehmen müssen für jeden Schadenszeitraum ein neues Gesuch einreichen. Die Fristen sind verbindlich. Verspätet oder zu früh angemeldete Schäden können nicht berücksichtigt werden.

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Unterstützungsbeiträge an Transformationsprojekte

Basierend auf dem Covid-19-Gesetz können auch im Jahr 2022 Beiträge an Transformationsprojekte gesprochen werden. Damit werden Projekte unterstützt mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch die Corona-Pandemie veränderten Verhältnisse bezwecken und mit denen sie eine strukturelle Neuausrichtung oder nachhaltige Publikumsgewinnung erreichen wollen.

Die Finanzhilfe für Transformationsprojekte deckt höchstens 80 Prozent der Aufwände bis zu einer Obergrenze von maximal 300'000 Franken pro Kulturunternehmen. Die Gesuche werden nach schweizweit gültigen Kriterien beurteilt: Klarheit, Plausibilität und fachliche Qualität des Konzepts, Innovation, zu erwartende Wirksamkeit des Projekts und Nachhaltigkeit. Im Merkblatt Transformationsprojekte sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Am 13. April hat der Bundesrat ausserdem beschlossen, dass neu auch Laienvereine solche Beiträge beantragen können. Voraussetzung dafür ist, dass mehrere Vereine gemeinsam solche Projekte erarbeiten.

Fristen

Das Gesuchportal ist ab dem 4. April 2022 geöffnet. Gesuche können bis spätestens 30. September 2022 eingereicht werden.  

Vor der Einreichung des Gesuchs kann freiwillig ein Beratungsgespräch in Anspruch genommen werden. Kulturunternehmen können ihr Interesse an einem Beratungsgespräch anmelden über kulturgesuche.pd@bs.ch.

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Information für Clubs und Bars mit Kulturprogramm

Informationen zum Covid-19-Härtefallprogramm finden Sier hier.

Bitte beachten Sie, dass branchenspezifische Unterstützungsmassnahmen wie die Ausfallentschädigung Kulturunternehmen zu einem Ausschluss aus dem Covid-19-Härtefallprogramm führen.

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