Unterstützungsmassnahmen Kulturunternehmen

Copyright: Abteilung Kultur Basel-Stadt / Moritz Schermbach

Die Corona-Unterstützungsmassnahmen sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Kulturunternehmen abfedern. Ziel ist es, die nachhaltige Schädigung der Kulturlandschaft zu verhindern und die kulturelle Vielfalt zu erhalten. 

Kulturunternehmen können die gleichen Unterstützungsmassnahmen in Anspruch nehmen, die anderen Betrieben zur Verfügung stehen. Dazu gehört Kurzarbeit. Detaillierte Informationen zu den Regelungen für Unternehmen im Kanton Basel-Stadt finden Sie hier.

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Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen

Kulturunternehmen konnten bis Ende Juli 2022 in Basel-Stadt nicht-rückzahlbare Finanzhilfen in Form von Ausfallentschädigungen beantragen. Die Finanzhilfen federn den finanziellen Schaden ab, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge staatlicher Massnahmen oder aus Gründen der negativen Nachwirkung solcher Massnahmen entstanden ist.

Antragsberechtigt sind Kulturunternehmen, die in den Bereichen darstellende Künste, Musik, Design, Film, Visuelle Kunst und Literatur tätig sind sowie Museen mit Sitz in Basel-Stadt. Um als Kulturunternehmen zu gelten, müssen sie mindestens 50 Prozent ihres Jahresumsatzes im Kulturbereich erwirtschaften. Im Einklang mit anderen Kantonen hat der Regierungsrat den Geltungsbereich ausgeweitet auf Musiklabels, das Verlegen von literarischen Werken sowie Ertragsausfälle aus abgesagten Vermittlungsveranstaltungen von Kunstgalerien, Buchhandlungen und Bibliotheken.

Die Bemessung des Schadens erfolgt nach einem gesamtschweizerisch angewandten Modell. Der Schaden wird anhand der entgangenen Einnahmen und der nicht angefallenen Kosten berechnet. Anschliessend werden die bereits in Anspruch genommenen Entschädigungen wie Kurzarbeit abgezogen. Der verbleibende Schaden kann zu maximal 80 Prozent abgegolten werden. Für den Zeitraum ab Januar 2022 gilt ein Höchstbeitrag von 2’000'000 Franken pro Kulturunternehmen. Für die Gesuchstellenden bedeutet dies, dass für das Erreichen der Höchstgrenze für das Jahr 2022 nur Ausfallentschädigungen für Schadenzeiträume im Jahr 2022 angerechnet werden.

Unterstützungsbeiträge an Transformationsprojekte

Basierend auf dem Covid-19-Gesetz können auch im Jahr 2022 Beiträge an Transformationsprojekte gesprochen werden. Damit werden Projekte unterstützt mit denen Kulturunternehmen eine Anpassung an die durch die Corona-Pandemie veränderten Verhältnisse bezwecken und mit denen sie eine strukturelle Neuausrichtung oder nachhaltige Publikumsgewinnung erreichen wollen.

Die Finanzhilfe für Transformationsprojekte deckt höchstens 80 Prozent der Aufwände bis zu einer Obergrenze von maximal 300'000 Franken pro Kulturunternehmen. Die Gesuche werden nach schweizweit gültigen Kriterien beurteilt: Klarheit, Plausibilität und fachliche Qualität des Konzepts, Innovation, zu erwartende Wirksamkeit des Projekts und Nachhaltigkeit. Im Merkblatt Transformationsprojekte sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Am 13. April hat der Bundesrat ausserdem beschlossen, dass neu auch Laienvereine solche Beiträge beantragen können. Voraussetzung dafür ist, dass mehrere Vereine gemeinsam solche Projekte erarbeiten.

Fristen

Das Gesuchportal ist ab dem 4. April 2022 geöffnet. Gesuche können bis spätestens 30. September 2022 eingereicht werden.  

Vor der Einreichung des Gesuchs kann freiwillig ein Beratungsgespräch in Anspruch genommen werden. Kulturunternehmen können ihr Interesse an einem Beratungsgespräch anmelden über kulturgesuche.pd@bs.ch.

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