Förderateliers Klingental


Die denkmalgeschützte Klingentalkirche auf dem Kasernenareal bietet bildenden Künstlerinnen und Künstlern 30 Atelierräume. Die Abteilung Kultur Basel-Stadt hat diese kantonalen Förderateliers auf den 1. September 2020 neu vermietet. Die frisch sanierte Klingentalkirche wird am 19. September feierlich eingeweiht.

Details zur Eröffnungsfeier (mit Maskenpflicht)

Der überwiegende Teil der Ateliers wurde unabhängig vom Alter der Bewerberin, des Bewerbers für eine Nutzungsdauer von maximal sieben Jahren vergeben. Rund ein Viertel der Ateliers wurde an über 60-jährige Kunstschaffende vergeben. Diese Ateliers haben eine Nutzungsdauer von zehn Jahren und sind mit einer Option auf Verlängerung verknüpft. 

Im Erdgeschoss der Klingentalkirche befindet sich ausserdem der Ausstellungsraum Klingental, der regionalen, nationalen und internationalen Kunstschaffenden eine wichtige Ausstellungsplattform bietet.

Die Ateliers im Herzen Kleinbasels sind funktional hergerichtet: So verfügen sie über eine Grundbeleuchtung und Anschlüsse für Strom und Internet. Ihre Raumgrösse beträgt zwischen 43 und 79 Quadratmeter. Als kantonale Fördermassnahme werden sie zu einem nicht-kostendeckenden Nettomietpreis von 80 Franken pro Quadratmeter pro Jahr vergeben. Ergänzend zu den Ateliers sind Gemeinschaftszonen mit Kochgelegenheit vorhanden.

Mieterinnen und Mieter per 1. September 2020

Die Jury beurteilte 64 formal zugelassene Bewerbungen, darunter 52 Einzel- und 12 Kollektivbewerbungen. Aufgrund der eingereichten Motivationsschreiben und Dossiers wurden die insgesamt 30 Ateliers vergeben.

Folgende Künstlerinnen und Künstler haben die Förderateliers Klingental per 1. September 2020 bezogen:

  • Aloë Carlo 
  • Balint Anna Maria 
  • Baumann Jonas 
  • Bozelec Louise 
  • Braun Anja 
  • Cerullo Angela 
  • Christen Karin 
  • Feuz Barbara 
  • Gassmann Sara 
  • Gehr-Zimmelova Olga 
  • Graf Florian 
  • Hauser Urj 
  • Holdt Victoria 
  • Honauer Géraldine 
  • Horvat Jeronim 
  • Kenny Clare 
  • Kriste Vincent 
  • Manz Céline 
  • Meyer Alexandra 
  • Mietrup Laura 
  • Niedermeier Katrin 
  • Pfister Noemi 
  • Remond Hans 
  • Rieder Maja 
  • Rüthemann Kilian 
  • Sari Dorian 
  • Schaffner Christian 
  • Schneider Anna Shirin 
  • Solari Nadja 
  • Stalder Aline 
  • Stäuble Lukas 
  • Stenz Jasminka 
  • Stucky, Raphael 
  • ter Haar Inka 
  • Töndury Gian-Andry 
  • Vaessen Zina 
  • vom Endt Alexandra 
  • Wirz Tobias 
  • Wunderlin Linda 
  • Zeo Dario 

Ausschreibungsverfahren

Die kantonalen Förderateliers wurden mittels einer öffentlichen Ausschreibung durch die Abteilung Kultur Basel-Stadt an bildende Künstlerinnen und Künstler vergeben. Dabei kam ein zeitgenössisch breiter Kunstbegriff zur Anwendung. Kommerzielle Nutzungen sind ausgeschlossen.

Über die Vergabe entschied ein Vergabegremium auf Basis der eingereichten Bewerbungen. Dem Gremium gehören an:

  • Franziska Baumgartner, Künstlerin und Vorstandsmitglied Ausstellungsraum Klingental
  • Marianne Burki, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Zürich
  • Markus Schwander, Künstler, Basel
  • Philipp Selzer, Assistenzkurator Kunstmuseum Basel, Gegenwart, Mitglied der Kunstkreditkommission
  • Madeleine Amsler, Beauftragte für Kulturprojekte a. i., Abteilung Kultur Basel-Stadt (Vorsitz)

Weitere Details im Zusammenhang mit der Ausschreibung der kantonalen Förderateliers Klingental:

Ausschreibung

Pläne

Mehr zum Thema

Die Abteilung Kultur erfüllt ihren im Kulturförderungsgesetz vorgesehenen Auftrag, indem sie geeignete Strukturen und transparente Verfahren zur Beurteilung von Gesuchen und Vergabe von Fördermitteln gewährleistet. Das neue Vergabemodell wurde 2014 erarbeitet. Dieser Prozess wurde durch eine Begleitgruppe beratend unterstützt. Mitglieder der Begleitgruppe waren die Künstlerinnen und Künstler Matthias Aeberli (Berufsverband visarte), Kathrin Borer und Markus Schwander (Freie Szene), Franziska Statkus und Jan Hostettler (Ateliergenossenschaft Klingental), Steven Schoch (Mitinitiant Atelierhaus Flatterschafft) sowie Claire Schnyder (Zürcher Hochschule der Künste, ZHdK).

Das Präsidialdepartement setzt eine neue Atelierpolitik für Künstlerateliers in kantonalen Liegenschaften in Basel-Stadt um. Ziel des neuen Modells ist es, eine transparente und faire Vergabepraxis einzuführen, die einem breiten Kreis von Bewerberinnen und Bewerbern offen steht. Das neue Modell wird Verfahrenssicherheit bei der Bewerbung um einen subventionierten Atelierplatz gewährleisten.